Kosmos Theater

LOVE ME GENDER - Performing Feminisms


Do, 3.11. - Sa, 26.11.
Internationales Festival
Eigenproduktion

Vier Wochen widmet das KosmosTheater heimischen und internationalen KünstlerInnen – von Newcomern bis Arrivierten – deren Arbeiten sich an den Schnittstellen zwischen gender politics, Forschung, zeitgenössischem Tanz, Musik, visueller Kunst, Installation und Theater bewegen. Im Fokus liegen unterschiedliche feministische Ansätze, künstlerisch und politisch kreative wie provokante Fragestellungen und das Interesse an Reibungsflächen.

Les Reines Prochaines (CH), bekannt starke Säulen der Gesellschaft, suchen in ihrer neuen Musikperformance Fremde Torten im falschen Paradies mit kreativer Unklarheit Wege sich vom Überfluss zu befreien und schicken irrlichternde Fragen ins Publikum: Ist das Paradies schon privatisiert? Gehört einem Waldbesitzer folglich auch der Waldbrand? Kafkas Prozess, eine Produktion der neuebuehne­villach, Textfassung und Regie Ute Liepold (A), fragt nach Zweck und Ziel des Daseins in einer entfremdeten Welt, während die Musikperformance Maha Karuna oder We are NOT part of my Liebesleben von Theater KreisQuadratur (A) mit Fragen zur Selbstaufopferung in einem zwanghaften, zirkulären Dasein konfrontiert. Das Ensemble von Lonesome George (A/USA/FRA) hingegen kreiert in The Bride Project eine mythologisch märchenhafte Flucht aus der Gender-Hölle (frei nach Aischylos´ Danaiden-Trilogie). Provokative Verbindungen zwischen Nation und Schönheitskult, Krieg und Mutterschaft, plastischer Chirurgie und Identität findet das Duo ROHN/WÆRSTED (A/NOR) mit Collateral Damage. Soundlastig wird es bei Mia von Matt (D): Sie präsentiert die impulsgenerierte Komposition aus wuchernder Unordnung und verzögerten Schleifen Anti-forward (2016). Die New Yorker Performance-Künstlerin und Gender-Aktivistin Diane Torr (USA/GB) ist Mittelpunkt des Dokufilms "Man For A Day", der einen ihrer legendären Workshops begleitet. Regisseurin Katarina Peters (D) steht im Anschluss an den Film für ein Gespräch zur Verfügung.
Von swingenden Popsongs über ausgeflippten Krautbeat bis hin zu Funk, Folk, Punk, Rap und Elektro-Dub. Mit SAVE THE WORLD WITH THIS MELODY beschließt Bernadette La Hengst (D) das Festival musikalisch diskursiv. Im Anschluss wird bei einer Closing Party gefeiert.

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Do, 3.11. – Sa, 26.11. | Theaterfoyer
queergeschaut
Installation von Barbara Ambrusch-Rapp
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Krankheitsbedingt mussten wir Diane Torrs Artist Talk am 25.11. und die Vorstellung "Donald Does Dusty" am 26.11. leider absagen.

Hans Peter JenssenROHN/WÆRSTED: Collateral Damage
Veranstaltungen zum Festival